Die Gelenksteifheit kommt mit dem Alter

Die Knochen sind beim Menschen durch Gelenke miteinander verbunden. Die Gelenke bestehen aus Knorpeln, die von einer Kapsel umschlossen sind. Eine zähflüssige Gelenkflüssigkeit –  die Gelenkschmiere –  stellt die Beweglichkeit der Gelenke her. Sie sorgt dafür, dass die Gelenke reibungslos funktionieren. Mit dem Alter nehmen die Knorpelmatrix und die Schmiermittel allerdings ab. Es kommt beim Bewegen zu schmerzhaften Reibungen und einem fortschreitenden Gelenkverschleiß. Von einer Arthrose wird schließlich gesprochen, wenn das Ausmaß des Gelenkverschleißes deutlich über bloße Alterserscheinungen hinausgeht.

In einem Gelenkexperten-Bericht über Glucosamin wird sich mit den Aussichten einer Therapie gegen Arthrose auseinandergesetzt.

Gelenksteifheit

Der Krankheitsverlauf

In ihrem Anfangsstadium zeigt sich die Arthrose durch Schmerzen, wenn die lädierten Gelenke bewegt werden. Wird die Erkrankung nicht behandelt, nehmen die Schmerzen an Heftigkeit zu. Sie befallen auch dann den Patienten, wenn dieser sich gerade nicht bewegt. Betroffene Gelenke sind meistens größere Gelenke wie die Kniegelenke sowie die Gelenke an Hüfte und Schulter. Sind kleinere Gelenke betroffen, handelt es sich meistens um Gelenke an den Händen, Fingern oder an den Füßen. Bei einer Arthrose nehmen mit zunehmender Krankheitsdauer nicht nur die Schmerzen zu, sondern auch die Beweglichkeit ab. Personen mit einem Verschleiß der Kniegelenke sind in ihrer Mobilität stark eingeschränkt. Da jeder Schritt zu einer Tortur wird, meiden viele Patienten den Gang nach draußen und beschränken ihre Fortbewegung auf das Notwendigste. Am Ende der Erkrankung steht der Einsatz von künstlichen Gelenken, wovor Patienten meistens zurückschrecken. Die meisten Betroffenen wünschen sich alternative Therapien zur Behandlung ihrer Arthrose. Eine solche Therapie kann die regelmäßige Einnahme von Glucosamin sein.

Glucosamin als Baustoff für die Gelenke

Die Gelenkknorpel bestehen in ihrer Substanz zu einem großen Teil aus dem Aminozucker Glucosamin. Der Mensch kann Glucosamin über die Nahrung aufnehmen, jedoch verfügen nur die wenigsten Nahrungsmittel über einen ausreichenden Anteil an Glucosamin. Der Aminozucker kommt vor allem in Schalentieren wie Krebsen und Garnelen vor, die nicht jedermanns Geschmack sind. Eine regelmäßige Einnahme als Tablette sorgt deswegen für Abhilfe und verspricht zudem eine genauere Dosierung. Nach den Erfahrungen mit dieser Therapie hat sich für die Einnahme eine Dosis von täglich 1500 mg Glucosamin als die wirkungsvollste Menge erwiesen, jedoch sollte die Dosierung vorher mit dem Arzt individuell abgestimmt werden. Als Medikament wird Glucosamin in den Lösungen D-Glucosaminsulfat und Glucosaminhydrochlorid verabreicht. Eine Kombination mit Chondroitin und Omega-3-Fettsäure hat sich in Studien zudem als noch wirksamer erwiesen als eine alleinige Therapie mit Glucosamin.

Risiken und Nebenwirkungen

Da der Körper mit der Verwertung von Glucosamin vertraut ist, die er zum Beispiel in Glucosaminoglykane weiter verwertet, gilt die regelmäßige Einnahme von Glucosamin als risikoarm. Vereinzelt kann es zu Übelkeit kommen, der durch eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit entgegengewirkt wird. Zwar war es in der Vergangenheit im Rahmen der Glucosamin-Therapie zu vereinzelten schwerwiegenden Komplikationen gekommen. Diese betrafen allerdings ausschließlich Patienten, welche die Dosis eigenmächtig um das fünf- bis zehnfache überschritten hatten. Bei einer disziplinierten Einnahme können lediglich ernstere Vorfälle auftreten, wenn eine Überempfindlichkeit gegenüber Schalentieren vorliegt, da in diesem Falle eine Unverträglichkeit von größeren Mengen an Glucosamin wahrscheinlich ist. Auch vertragen Föten und Säuglinge die übernatürliche Zufuhr von Glucosamin nicht immer gut, weswegen schwangere und stillende Frauen die Behandlung vorher dringend ärztlich abklären sollten.

Was sagen die Studien?

Im Laufe der Zeit hat es bislang etwa 500 medizinische Studien zur Glucosamin-Therapie gegen Arthrose gegeben. Manche dieser Studien wurden professionell aufgezogen und manche weniger. Manchmal profitierte eine hohe Anzahl an Patienten von der Therapie, während wiederum bei anderen Studien die Resultate der Patienten, die Glucosamin einnahmen, denen der Placebo-Gruppe ähnelten. Durch die Risikoarmut der Glucosamin-Einnahme ist diese Therapie insgesamt eine lohnende Option. Im ärztlichen Rahmen gibt es sowohl prominente Fürsprecher dieser Therapie wie auch Fachleute, die von der Wirkung der Einnahme wenig überzeugt sind.

About Andrea Bianchi

Ich bezeichne mich selbst als liberal eingestellten Weltbürger und praktiziere einen staatenlosen Lebensstil. Ich bin leidenschaftlicher, freier Journalist, ehemaliger Sportlehrer und Esse für mein Leben gerne (gesund).